Die Bremse & Tipps zu Störungen

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Die Bremse & Tipps zu Störungen

Wenn es darum geht sein Mofa selber zu reparieren, sollte man auch über die Bremsanlage Kenntnisse haben. Darum geht es Heute in der Technothek.

Leichtkrafträder haben in der Regel eine Scheibenbremse vorn und eine Trommelbremse hinten. Bei Enduros findet sich auch im Vorderrad eine Trommelbremse, weil sie weniger Schmutz anfällig ist. Der Nachteil: Trommelbremsen kühlen langsamer ab, weil Bremsbeläge und Bremstrommel nicht dem Fahrtwind ausgesetzt sind.

Trommelbremse für Mofa und Mope

Nach mehreren kurz aufeinanderfolgenden Vollbremsungen neigen deshalb die meisten Trommelbremsen im Vorderrad zu Fading - also zum Nachlassen der Bremswirkung.

Scheibenbremse Zündapp 530-15.142

Bei der Scheibenbremse erden die Bremsbeläge hydraulisch gegen die Bremsscheibe gepreßt und zwar wird über den Handbremshebel Bremsflüssigkeit vom Hauptbremszylinder in den Bremssattel gedrückt.

Beim Bremssattel unterscheidet man 2 Konstruktionen: Den Festsattel und den Schwimmsattel. Bei der Festsattelbremse sind zwei Bremskolben erforderlich, um die Bremskltötze gegen die Bremsscheibe zu pressen. Bei der Schwimmsattelbremse ist nur ein Kolben vorhanden. Beim Abbremsen wird der auf der Kolbenseite montierte Bremsklotz gegen die Scheibenbremse gedrückt. Sobald der Gegendruck durch die Bremsscheibe erfolgt, verschiebt sich der Bremssattel ( daher die Bezeichnung Schwimmsattel) und zieht so den zweiten Bremsklotz gegen die Bremsscheibe. der Scheibenbremsklötze müssen übrigens nicht nachgestellt werden.

Bei der Trommelbremse wird die Bremskraft vorn vom Handbremshebel über einen Bowdenzug, hinten vom Fußbremshebel, meist über ein Gestänge auf die Bremsbacken übertragen.

Die beiden Bremsbacken sind auf der Bremsankerplatte gelagert. Auf der einen Seite liegen sie gegen einen Rundbolzen, auf der anderen auf dem Bremsnocken. Zusammengehalten werden sie von zwei kräftigen Federn. Der Bremsnocken ist über einen Hebel direkt mit dem Bowdenzug bzw. dem Bremsgestänge verbunden.

Wird der Handbremshebel gezogen bzw. auf den Fußbremshebel getreten, verdreht sich der auf zwei Seiten abgeflachte Bremsnocken und spreizt die Bremsbacken auseinander. Dadurch werde sie an die Bremstrommel gepreßt, das Rad wird abgebremst.

Wird der Bremshebel wieder losgelassen, ziehen die Rückholfedern die Bremsbacken in die Ausgangsposition zurück. Mitunter tritt beim Abbremsen - meist morgens bei der ersten Fahrt erhöhte Bremswirkung auf.

Die Ursache ist auf Rostansatz auf dem Bremsbelägen und in den Bremstrommeln zurückzuführen, der sich nach längerem nicht bedienen oder durch hohe Luftfeuchtigkeit einstellt.

Es empfiehlt sich daher morgens auf den ersten Metern eine Proberemsung vorzunehmen.

Hier mal die 3 häufigsten Störungen bei Bremsen und was man dagegen tun kann:

  1. Schlechte Bremswirkung trotz hohen Fuß- und Handdrucks

  • Ursache könnte sein: Bremsbeläge sind verölt, ungeeigneter Bremsbelag oder speziell bei Scheibenbremsen, das der Bremsbelag abgenutz

  • Hierbei Hilft nur die Bremsbeläge zu erneuern!

2. Ungleichmäßiger Belag- Verschleiß

  • Ursache könnte sein: Speziell bei Scheibenbremse ein ungeeigneter Bremsbelag, Bremssattel verschmutzt,, Kolben nicht leichtgängig, Bremssystem undicht

  • Hierbei Hilft Beläge erneuern, Bremssattelschächte reinigen, Kolben prüfen und Bremssystem auf Dichtigkeit prüfen.

3. Bremse pulsiert

  • Ursache könnte sein: Speziell bei Scheibenbremse , verschmutze Bremssattelschächte, Korrosion im Bremssattelzylinder und Bremsbelag ungleichmässig verschlissen.

  • Hierbei Hilft die Sitz- und Führungsflächen der Bremsbeläge im Bremssattel reinigen, Bremssattel erneuern ( bei beiden Rädern).

Achtung Haftungsausschluss: Bremsen und anderen sicherheitsrelevante Teilen sollten ausschließlich von Fachpersonal repariert werden!

#classicmoped


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